Erprobungsstufe

Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule ist ein bedeutsamer Schritt im Schulleben. Die ersten Wochen und Monate an der neuen Schule stehen besonders im Zeichen,  einen gelingenden Start an der neuen Schule zu ermöglichen, sich an die Veränderungen im Schulalltag zu gewöhnen und an die Arbeitsweisen und Anforderungen am Gymnasium herangeführt zu werden. 

Nach den Beratungen mit den Grundschullehrkräften und der Entscheidung für das Gymnasium gehen der Wahl für eine konkrete Schule verschiedene Erwägungen voraus, bei denen wir die Eltern der Viertklässler gerne unterstützen möchten:

  • Der Tag der offenen Tür: Im November/ Dezember eines Jahres stellt sich das Euregio-Gymnasium an einem Samstagvormittag für alle Interessierten vor.
  • Beim Informationsabend „von 4 nach 5“ stellt sich die Schule den Eltern vor. Pädagogische Zielsetzungen, Schwerpunktsetzungen im Schulprofil, das Angebot des flexiblen Ganztags und außerunterrichtliche Tätigkeiten werden vorgestellt.
  • Angebot zur persönlichen Beratung: Wenn neben der Beratung durch die Grundschullehrkräfte weitergehende Beratung gewünscht ist, besteht jederzeit die Möglichkeit, zu einem persönlichen Beratungsgespräch mit der Schulleitung oder dem Erprobungsstufenkoordinator.

Nach dem vierten Schuljahr kommen die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Erwartungen und Lernvoraussetzungen zum Euregio-Gymnasium. Daher ist es unser Ziel, die Schülerinnen und Schüler „dort abzuholen, wo sie stehen“, und den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule durch vielfältige pädagogische und organisatorische Maßnahmen und Angebote möglichst sanft zu gestalten.

Noch vor Beginn des Schuljahres sollen einzelne Maßnahmen helfen, Hemmschwellen erst gar nicht aufkommen zu lassen:

  • Angabe eines befreundeten Mitschülers: Bei der Anmeldung an der Schule darf jedes Kind eine Person angeben, mit der es gemeinsam in eine Klasse gehen möchte. Bei der Klassenbildung soll dies nach Möglichkeit berücksichtigt werden. So kann vor allem in den ersten Tagen eine bekannte Person Sicherheit geben.
  • Bei einem Begrüßungsabend in der letzten Woche vor den Sommerferien lernen die Kinder ihren künftigen Klassenlehrer bzw. ihre Klassenlehrerin kennen und sitzen zum ersten Mal mit ihrer neuen Klasse im zukünftigen Klassenraum. Erste Fragen können gestellt werden, erste Ideen ausgetauscht. Somit können die Kinder mit einem „guten Gefühl“ in die Sommerferien gehen.

Die ersten Wochen an der Schule…

  • Klassenlehrer: Alle Klassenlehrer/innen der Klasse 5 haben eine mehrtägige Fortbildung im Programm „Lions Quest – Erwachsen werden“ zur Förderung von Sozialkompetenzen bei Heranwachsenden absolviert.
  • Kleine Klassenteams: Vor allem in den jüngeren Klassen unterrichten nach Möglichkeit wenige Lehrer in den Klassen. Dies ermöglicht besonders intensive Zusammenarbeit zwischen den Lehrern. Außerdem müssen sich die Schüler an weniger Lehrer gewöhnen.
  • Die ersten Tage des neuen Schuljahres stehen als Kennlerntage ganz im Zeichen der neuen Klasse. Kennlernspiele, gemeinsame Aktionen mit der Klasse und eine Schulerkundung helfen dabei, Orientierung zu geben und alle aufkommenden Fragen zu beantworten. Die ersten Tage werden zum Großteil vom Klassenlehrer und Co-Klassenlehrer begleitet.

Während des Schuljahrs:

  • In der normalen Unterrichtszeit gibt es im Stundenplan des ersten Halbjahres die feste „Klasse(n)stunde“, die aus folgenden Bausteinen besteht:
    (1) Ein starkes Team werden: Kooperationsspiele und verschiedene Übungen helfen, gut miteinander umzugehen, gemeinsame Verhaltensregeln zu entwickeln, so dass die Klasse ein Ort ist, an dem sich jeder wohlfühlen kann.
    (2) Im Programm „Lions Quest – Erwachsen werden“ steht die Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen zur Stärkung der Persönlichkeit und Klassengemeinschaft im Mittelpunkt.
    (3) Beim „Lernen lernen“ geht es um die Förderung von Arbeits- und Lernstrategien.
    (4) Der Themenbereich „Medienbildung“ behandelt Themen, die die Kinder beim Umgang mit „neuen Medien“ begleiten sollen.
  • Klassenpaten: Seit vielen Jahren werden die fünften Klassen von „alten Hasen des Euregio-Gymnasiums“ durch das erste Schuljahr begleitet. Ein Team von 4-5 Oberstufenschülern ist Ansprechpartner für die Schüler, gestaltet wöchentliche „Patenpausen“ und ist bei Veranstaltungen wie dem Martinsumzug oder der Karnevalsfeier mit dabei.
  • Fair Mobil: Nach einem halben Jahr kommt im Januar/Februar das Fair Mobil für einen Tag zum Euregio-Gymnasium. Hierbei handelt es sich um ein Angebot des Jugendrotkreuzes mit den Zielsetzungen Konfliktbewältigung, Gewaltprävention und Teambuilding. Die Schüler/innen durchlaufen in Kleingruppen verschiedene Aktivitäten.
  • LAZY-Handelshof-Cup: Zum Halbjahreswechsel stehen die Themen Sport und Teambuilding im Zentrum: In den Sporthallen des LAZ Rhede kann jeder in den Disziplinen Springen, Laufen, Werfen zeigen, was er oder sie kann.
  • Patenkind aus Kenia: Das schuleigene Hilfswerk „Eine Welt durch Bildung“ unterstützt verschiedene Projekte in den Ländern der sogenannten Dritten Welt, unter anderem den Aufbau eines Kinderheims für Waisenkinder in Kenia. Viele Klassen des Euregio-Gymnasiums übernehmen während der Sekundarstufe I eine Patenschaft für ein Waisenkind und finanzieren dadurch Schulbesuch und Schulmaterial. Durch regelmäßigen Briefkontakt erleben die Heranwachsenden ein konkretes Beispiel für Solidarität und soziale Verantwortung.
  • Klassenfahrt nach Nütterden: Ein besonderes Highlight für jede Klasse ist die einwöchige Klassenfahrt nach Nütterden in der letzten Schulwoche des ersten Jahres. Mit abwechslungsreichen Programmpunkten und vielen gemeinsamen Aktivitäten werden die Klassengemeinschaft und das Miteinander besonders gefördert.
  • Angebote der Schulsozialarbeiter: Neben ihrer Beratungstätigkeit bieten die Schulsozialarbeiter auch kleine Projektbausteine zum Thema „Teambuilding“ in der Klasse 5/6 an.
  • Erprobungsstufenkonferenzen: Während des Schuljahres finden regelmäßig Erprobungsstufenkonferenzen statt, bei denen die Klassenkonferenzen über die Entwicklung der Schüler/innen beraten. Vor der ersten Erprobungsstufenkonferenz findet ein sog. Lehrersprechtag statt, zu dem die ehemaligen Grundschullehrkräfte eingeladen sind, um sich mit den Klassenlehrern sich über die Entwicklung der Schüler/innen auszutauschen.

Weitere besondere Angebote in der Klasse 6:

Klasse 6:

  • Klasse(n)stunde: Im ersten Halbjahr der Klasse 6 wird die gemeinsame Stunde mit dem Klassenlehrer aus der Klasse 5 fortgesetzt.
  • Changing Teams: „Teamgeist „ist das große Thema beim Sportevent „Changing Teams“, das einen Tag lang dauert und von Sportlehrern begleitet wird.
  • Sozial Network Training: Das Sozial Network Training ist ein Angebot mit dem Schwerpunkt „verantwortlicher Umgang in sozialen Netzwerken“, das vom gemeinnützigen Verein ensible e.V. durchgeführt wird. Eine zweistündige Einheit in Klasse 6 wird durch drei Doppelstundenblöcke in Klasse 7 ergänzt.

 

Abschluss der Erprobungsstufe:

Mit dem Ende der Klasse 6 fällt die Entscheidung, ob der Weg am Gymnasium fortgesetzt werden kann. Neben den fachlichen Leistungen werden hierbei vor allem die Entwicklung in den zurückliegenden zwei Jahren sowie eine mögliche Perspektive in den Folgejahren zu Grunde gelegt. Der Regelfall dabei ist die Fortsetzung der Schullaufbahn am Euregio-Gymnasium. Sofern von Seiten der Schule Bedenken bestehen, finden in der Regel bereits vorher Beratungsgespräche zwischen Klassenleitung, Fachlehrern und den Eltern statt.

Auf einer Erprobungsstufenkonferenz, die in der Regel im Mai stattfindet, wird dann eigens über eine mögliche Schulformwechselempfehlung für einzelne Schüler beraten. Im Falle einer solchen Empfehlung werden die Eltern schriftlich informiert und zu weiteren Beratungsgesprächen eingeladen.

Aktuelle Beiträge
Kontakt Info
  • Unter den Eichen 6, 46397 Bocholt
  • (02871) 2715-0
  • kontakt@euregio-gymnasium.de